Verfassung

Übersetzung aus dem Ungarischen ins Deutsche.

Die nachstehende deutsche Übersetzung stimmt mit dem Wortlaut des ungarischen Schriftstückes im Originalen überein. Im Auftrag des Übersetzungsbüros der Universitäts- und Nationalbibliothek der Universität Debrecen wurde der Text von Julianna Pálffy-Nagy unter der Aktennummer 2013-0266 übersetzt.

Debrecen, 23. 04. 2013

SATZUNG

MIT DEN ÄNDERUNGEN Nr. 2 vom 11. Mai 2011
IN EINHEITLICHER FASSUNG

Die vorliegende Satzung wurde von den Gründern von Fény és Szeretet Szabadkeresztény Egyház (Deutsch: Freie Christliche Kirche des Lichts und der Liebe) infolge ihres in der Verfassung garantierten und jedem zustehenden und unantastbaren Rechtes auf die Gewissens- und Religionsfreiheit laut Gesetz Nr. IV von 1990 über Gewissens- und Religionsfreiheit sowie über die Kirchen am nachstehenden Ort und Zeit wie folgt angenommen:
I /
Allgemeine Bestimmungen

  1. / Der Name der Kirche:
    Fény és Szeretet Szabadkeresztény Egyháza (Deutsch: Freie Christliche Kirche des Lichtes und der Liebe)2. / Der abgekürzte Name der Kirche:
    F&Sz Szabadkeresztény Egyház3. / Sitz der Kirche
    8237 Tihany, Batthyány u. 6.

    4. / Die Kirche:

Fény és Szeretet Szabadkeresztény Egyháza ist als Kirche eine zur Ausübung ihrer Religion eine Selbstverwaltung stiftende Gemeinschaft von Personen mit gleichem Glaubensatz, die ihre Religion auf Grund ihrer in der Verfassung festgelegten Rechte gemeinsam auszuüben wünschen und die eine untrennbare Einheit mit der Kirchengemeinde und den christlichen Kirchen bei der Ausübung des Glaubens vertreten und die das Kredo der Kirche akzeptierend dieser Kirche anzugehören wünschen.

  1. /
    Die Ziele und Aktivitäten der Kirche

 

  1. / Ziel der Kirche ist:- das Zusammenschweißen einer sozialen Gemeinschaft, welche die Erneuerung der

universellen christlichen Kultur und deren Verbreitung erstrebt,
– in Gemeinschaft den Ansichten von anderen zur Bewahrung der Freiheit der Person, der

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inneren moralischen Werte und den kontinuierlichen Wunsch zur Schaffung zu dienen,
– die kreative Tätigkeit, die im Sinne der universellen Erbarmenliebe zur Aufnahme von

menschlichen Kontakten motiviert;

– quasi die Verkündigung eines Selbsterfahrungsporzesses, in dem man aus sich heraustretend

sein eigenes Gesicht in dem eines anderen findet,

– eine die Struktur des Bewusstseins verändernde menschliche schöpferische Tätigkeit, die

nicht nur die Bestätigung dieser Welt, nicht nur die Kultur, sondern auch die Befreiung der

Welt, das Ende der Geschichte, d. h. die Schaffung des Gottesreiches bedeutet,

– nicht nur das Abbüßen der Sünde, nicht nur die Rückkehr zur ursprünglichen Reinheit,

sondern die Schaffung einer neuen Welt, in der die Suche nach der Wahrheit und deren frei

gewordener Wille zur Errungenschaft der Geistigkeit wird,

– die Errichtung einer religiösen Stadtstaat, in dem jeder Mensch heilig und unverletzlich ist,

und jeder als gemeinsames Anliegen das Kommen des Gottesreiches betrachtet, wo sich der

Mensch nicht der Zeit, der Notwendigkeit, dem Tod, der Illusion des Bewusstseins ergeben

ist, in dem die Subjektivität und die Errungenschaft der Geistigkeit, die Suche nach der

Wahrheit und der Wille der Befreiung alles bedeuten wird.

Zum Erreichen der Ziele der Kirche wünschen ihre Mitglieder die für die Lehren der Kirche Interessenten zu den nachstehenden Grundsätzen zu bringen, sie jedoch nicht ausschließlich darauf zu richten:

  1. Das Erkennen der Einheit der Menschheit.
    2. Die Reinhaltung und Schutz der Erde.
    3. Das Erkennen des Sinnes der Existenz der Menschenrasse
  2. Die Antwort auf die Fragen: woher wir kommen, was unser Ziel hier ist, wohin wir gehen,

wer wir sind.
5. Das Erkennen der Zyklizität und doch Endlosigkeit des Lebens.

  1. Das Erkennen der Ursachen der menschlichen Schmerzen und Probleme, und dadurch

deren Abschaffung.

  1. Das Erkennen der Schicksalhaftigkeit und des freien Willens als kosmisches Prinzip.
    8. Das Erkennen der Notwendigkeit der materiellen Welt in der Weisheit und Philosophie von

Jesus Christus, jedoch deren Gefängnisform, dann der Möglichkeit des Hinauskommens aus

dieser Welt.

  1. Die Unterstützung der Mitmenschen mit mentalen, emotionalen und physischen Problemen,

sowie derjenigen, die an Krankheiten leiden.
10. Das Erkennen des Segens des Gebets und der Meditation.
11. Die Annahme des Todes als Teil des Lebens, und deren Erleben ohne Angst.
12. Man soll die Existenz, das Ziel der unsichtbaren Kräfte der materiellen Welt erkennen,

erfahren und verstehen, und zu ihrer Bekämpfung fähig werden.

  1. Die Unterstützung unserer verstorbenen Mitmenschen (Geistesbrüder) von dem Moment

des Todes bis zur Ankunft im Licht der Liebe.
14. Die energetische Reinigung von Plätzen, Gebäuden und Menschen, dann ihre Auffüllung

mit Liebe.
15. Das Erforschen, Erkennen und Erfahren und Belehren der uralten und traditionellen

Weisheiten und des Wissens der Menschheit.

  1. Das Verstehen, Erfahren der Gnade des Segens, der Weihe und der Taufe, und deren       Übergabe mit spiritueller Einweihung.

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  1. Das Verstehen der Notwendigkeit der Beschäftigung mit den Kindern und den

Hilfsbedürftigen und das Vollführen dieser Handlungen.

  1. Das Verstehen, Erfahren und die Annahme und dadurch der Respekt des Geheimnisses

der Gleichheit von allen Menschen, d. h. das Erkennen der Einheit der Existenz (des

Universums).

  1. Das Verstehen, und Erfahren des Mysteriums der Paarsuche, der Liebe, der Ehe und

dadurch das Genießen des Segens und des Wunders.

  1. Die Schaffung und Bewahrung der Paarbeziehung, als Quelle des Glücks, Friedens und

der Harmonie
21. Die Eheschließung durch den Priesterstand der Kirche.
22. Das Erkennen der Sünde, der Schuld und der Strafe, als ein nicht-existierendes Mysterium

und dadurch uns selbst die Absolution zu erteilen.
23. Das Verstehen, Erfahren und Invotieren in unser Leben des Geheimnisses der Engel.

  1. Das Verstehen, Erfahren und Beherrschen der astralen und mentalen Welt, welche die

materielle Welt umrahmt, und das Verstehen der Möglichkeit zum kosmischen Wesen zu

werden.

  1. Das Erkennen und Erfahren der auf unserer Erde vorhandene Energien und uns davor zu

schützen.

  1. Das Lehren, Weitergeben und Benutzen der traditionellen und alternativen Methoden zur

Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit.
27. Das Erkennen der schöpferischen Kraft des Gedankens, Auflösung des negativen

Denkmusters von anderen und die Bestätigung des positiven Denkmusters.
28. Das Errichten eines mehrstufigen Bildungssystems zur Übergabe der spirituellen, esoterischen und kosmische Denkweise, die Entfaltung der Philosophie der Kirche durch das Erkennen, Bewahren und Weitergeben der gemeinsamen Weisheit der Menschheit, und all dies auf Grund der Lehren von Jesus Christus, dem Sohn des Lichtes, dem zu Gott gewordenen Menschen, dem Träger der wahren Liebe und durch seine Schirmherrschaft.

2. / Die Aktivitäten der Kirche:


Die Kirche betrachtet das Lehren und Verbreiten des holistischen Weltbildes und die Unterstützung der darauf angewiesenen als ihre Hauptaufgabe. Zu diesem Zweck baut sie ihre Organisationen aus, organisiert die Elemente des Lehrens des Glaubens, gestaltet die Methoden und Institutionssysteme des Denkens aus.
Um dies zu erreichen übt die Kirche die folgenden Aktivitäten aus:

– gemeinnützige Aktivitäten
– religiöse Aktivitäten
– Seelenfürsorge

– Herstellung und Vertrieb von kirchlichen Reliquien
– Lehr-, Erziehungs- und pädagogischen Aktivitäten,
– Freizeitaktivitäten
– kulturelle Aktivitäten, Bewahrung des kulturellen Erbes
– Kinder- und Jugendschutz, Prävention
– öffentliche und soziale Aktivitäten
– Errichtung von Organisationen mit wirtschaftlichen Tätigkeiten
– Gesundheitsbewahrung, Krankheitsvorbeugung, heilende, medizinische und

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Rehabilitationstätigkeiten
– soziale Aktivitäten, Familienfürsorge und Altenpflege
– Aktivitäten zur Interessenvertretung
– Umweltschutz
– Pflege von alten Menschen Daheim

III. /
Die Mitgliedschaft

1. / Zum Mitglied der Kirche kann werden:

Jede natürliche Person, die aus freiem Willen so entscheidet, dass sie die Grundsätze und der Glaubenssätze der Kirche akzeptiert.
Mitglieder kann ferner jede natürliche Person oder juristische Person, jede nicht eingetragene Organisation werden, welche die Ziele der Kirche akzeptieren, die religiöse Tätigkeit der Kirche unterstützen, und die Arbeit für Gottesreich fördert.
Die Mitgliedschaft entsteht durch die Unterzeichnung des Beitrittsformulars von einer Person, durch das Erhalten des geheiligten Segens des Kirchenhauptes und durch die Eintragung des vom Kirchenhaupt geführten Mitgliedsregisters.
Zum Mitglied kann ein Mitglied von jeder anderen Kirche sein.
Die Kirche wurde von 100 Mitgliedern gegründet, und ihre Anzahl erreicht jetzt 31.281 Personen (die laufend wächst).

2. / Die Mitgliedschaft erlischt in folgenden Fällen:
Beim Tod des Mitglieds.

Beim Rücktritt von der Mitgliedschaft. Jedes Mitglied kann die Kirche aus freiem Willen jederzeit durch schriftliche Mitteilung verlassen.

Beim Ausschluss des Mitglieds. Der Kirchenhaupt ist berechtigt darüber zu entscheiden, wenn das Mitglied

– eine den Interessen der Kirche entgegensetzte Tätigkeiten ausübt, insbesondere

wenn das Mitglied die Bestimmungen der Satzung verletzt, oder das Erreichen der Ziele der

Kirche verhindert,

– oder es aus anderen Gründen für die Mitgliedschaft unwürdig wird.

  1. /
    Die wichtigsten Rechte und Pflichten der Mitglieder
  2. / Die Rechte der Kirchenmitglieder

Die Kirchenmitglieder sind berechtigt,
– den von der Kirche organisierten und gehaltenen kirchlichen Zeremonien, Ereignissen,

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Versammlungen und Veranstaltungen beizuwohnen,
– an Sitzungen der Mitglieder der Kirche teilzunehmen, und sie haben dort

das Recht auf Konsultation und Vorschläge,
– zu kirchlichen Funktionen gewählt, bzw. berufen zu werden,
– Vorschläge zu jeder kirchlichen Angelegenheit zu unterbreiten

– den von der Kirche ihren Mitgliedern gewährten Unterstützungen teilhaftig

zu werden,
– die von der Kirche ihren Mitgliedern gewährten Begünstigungen und Leistungen in

Anspruch zu nehmen,

– die kirchlichen Einrichtungen und Dienstleistungen für eine bestimmte

Gebühr zu nutzen,
– die Kirche mit Spenden, und in andere Formen mit Geld, bzw. mit

Naturalien zu unterstützen,

– jederzeit aus der Kirche auszutreten,
– die Glaubenssätze zu verbreiten, neue Mitglieder zu vorzuschlagen.

2. / Die Pflichten der Mitglieder der Kirche:
Die Kirchenmitglieder sind verpflichtet,
– in der Verwirklichung der Ziele der Kirche mit bestem Wissen und mit der

Einhaltung der Satzung mitzuwirken,
– die Ältesten der Kirchengemeinde zu respektieren,
– die übernommene Aufgaben und Dienste gewissenhaften durchzuführen
– die Werte und Vermögen der Kirche zu bewahren und zu bereichern

V. /
Organisationsaufbau und Funktion der Kirche

1. / Organisationsaufbau der Kirche:

An der Spitze der Kirche steht der Kirchenhaupt, der spirituelle Leiter.

Das höchste Organ der Kirche ist die Mitgliederversammlung, deren Mitglied jeder Anhänger der Kirche ist.

Die aus drei Mitgliedern bestehende Priesterkörperschaft ist berechtigt, die Befugnisse gemäß der vorliegenden Satzung, die von Gründern beschlossenen Änderungen enthält, auszuüben.

Das Verfahrens- und Vertretungsorgan der Kirche ist das Erzpriestertum.
Der allgemeine Organisationsaufbau der Kirche ist wie folgt:
a. Erzpriestertum
b. Klerus (Priestertum)

  1. Kapläne
  2. Jünger
  3. Mönchsorden

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  1. / Der Kirchenhaupt

Die oberste kirchliche Würde ist das spirituelle (geistliche) Oberhaupt. Er ist der alleinige Leiter und Vertreter der Kirche, Mitglied und Leiter des Erzpriestertums. Für die Person seines Nachfolgers macht er selbst Vorschläge, sollte es daran mangeln, so können die Mitglieder des Erzpriestertums Vorschläge für die Person des Oberhaupts unterbreiten (Empfehlung). Die von dem geistlichen Oberhaupt empfohlene Person, wenn sie die Empfehlung annimmt, und keine ausschließenden Umstände bezüglich ihrer Person vorliegen, fungiert als geistlicher Oberhaupt von dem Tag an, an dem diese Würde seines Vorfahrens egal aus welchem Grund – Rücktritt, Tod, Aufhebung der Mitgliedschaft – erlischt.
Das geistliche Oberhaupt wird dann von dem dreiköpfigen erzpriesterlichen Rat aus dem Kreis der Kandidaten mit Empfehlung gewählt.

Das geistliche Oberhaupt der Kirche leitet die Funktionen der Kirche, vertritt die Kirche vor Drittem, verfügt über selbständiges Unterzeichnungsrecht, sorgt für die vorschriftsmäßige Funktion der Kirche, übt die Arbeitgeberrechte aus, und ist zu Überweisungen berechtigt.

Bei seiner Verhinderung ist sein allgemeiner Vertreter berechtigt und verpflichtet, die Rechte und Pflichten des geistlichen Oberhaupts wahrzunehmen, bis auf die nachstehenden Berechtigungen, die ausschließlich dem Kirchenoberhaupts zustehen

– Erteilung von Segen
– Beerdigung

– Trauung

– Taufe und die
– Initiation.

  1. / Die MitgliederversammlungDas oberste Organ der Kirche ist die Mitgliederversammlung, an der jedes Kirchenmitglied teilnehmen kann. Die Mitgliederversammlung wird von dem geistlichen Oberhaupts einberufen. 10% der Mitglieder kann auch die Einberufung der Mitgliederversammlung verlangen und in diesem Fall ist das geistliche Oberhaupt verpflichtet, die Mitgliederversammlung einzuberufen.Mindestens 15 Tage vor dem Tag der Mitgliederversammlung ist die Einladung an die Mitglieder per Post oder über die Medien zu senden.

    Die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung hängt nicht von der Anzahl der an der Versammlung anwesenden Mitglieder.
    – die Mitglieder der Kirche können bei ihrer Anwesenheit Vorschläge bezüglich des

kirchlichen Lebens und der allfälligen Änderungen machen.
– Die Anwesenheit von drei Mitgliedern des Erzpriesterrates garantiert die Beschlussfähigkeit

der Mitgliederversammlung

Sollte die zu ursprünglichem Zeitpunkt gehaltene Mitgliederversammlung nicht

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beschlussfähig sein, so ist eine wiederholte Mitgliederversammlung wegen Beschlussunfähigkeit unter den vom Gesetz bestimmten Bedingungen einzuberufen.

Von den übrigens in die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung fallenden Befugnissen werden die nachstehenden als ausschließliche Befugnisse des dreiköpfigen Erzpriesterrates gemäß der Änderung Nr. 2 der Satzung akzeptiert.
Bewilligung und Änderung der Satzung,
• die Wahl des spirituelle Oberhaupts und der Mitglieder des Erzpriestertums,
• Annahme des jährlichen Budgets, die Bewilligung des Jahresabschlusses,
• Annahme des Berichts des spirituellen Oberhaupts,
• Entschluss der Auflösung der Kirche, deren Vereinigung mit einer anderen Kirchen, und

bzw. deren Trennung.

Die Mitglieder des Erzpriesterrates bestehen aus Personen, die die folgenden Funktionen ausüben:
– Erzpriester für die wirtschaftlichen Aufgaben, Leiter- und Direktorfunktionen
– Erzpriester, der die Kirche im öffentlichen Leben und in der Gesellschaft vertritt
– Erzpriester für Organisieren des kirchlichen Lebens, für Bearbeitung und Verbreitung von

Veröffentlichungen

Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse in offener Abstimmung mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Mitgliederversammlung wird von einem Vorsitzenden geleitet, den das geistliche Oberhaupt vorschlägt, und die Mitgliederversammlung annimmt. Die Mitgliederversammlung wählt zwei Protokollbeglaubiger auf Vorschlag des Sitzungsvorsitzenden. Das Protokoll wird vom geistlichen Oberhaupt, vom Sitzungsvorsitzenden und von den Beglaubigern unterzeichnet.

  1. / ErzpriestertumDas Erzpriestertum ist das Verwaltungsorgan der Kirche.
    Es besteht aus dem geistlichen Oberhaupt, seinem allgemeinen Vertreter und aus weiteren 11 Mitgliedern, die mit Ratschlägen die Arbeit des geistlichen Oberhaupts unterstützen, und unter der Anweisung des geistlichen Oberhaupts bei der Errichtung und Arbeit des Erzpriestertums, des Klerus und der Kapläne mitwirken. Seine Mitglieder werden aus dem Kreis der Mitglieder der Kirche unbefristet vom Kirchenhaupt ernannt und gesegnet.

Das Amt des Erzpriesters erlischt durch Entlastung, durch den Tod, durch die Kündigung der Mitgliedschaft oder durch den Rücktritt. Das geistliche Oberhaupt ist berechtigt, die Mitglieder des Erzpriestertums zu entlasten. Wenn ein Mitglied des Erzpriestertums zum geistlichen Oberhaupt gewählt wird, so ist ein neuer Priester an seine Stelle zu wählen. Der jeweilige allgemeine Stellvertreter ist berechtigt zur Stellvertretung, zur Vertretung der Kirche bei Verhinderung des geistlichen Oberhaupts.

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  1. Der allgemeine Stellvertretere. Dreiköpfige Erzpriesterrat
    Satzung des Erzpriestertums:Der Kirchenhaupt ist berechtigt, die Sitzungen des Erzpriestertums einzuberufen. Das Erzpriestertum hält mindestens einmal jährlich eine ordentliche Sitzung. Mindestens 15 Tage vor dem Termin der Sitzung sind die Einladungen an die Mitglieder per Post zu schicken oder persönlich an sie zu übergeben.

    Die Mitglieder des Erzpriestertums vertreten die mit der Ausübung des religiösen Glaubens zusammenhängenden Tätigkeiten der zu ihren jeweiligen Bereichen gehörenden Priester, Kapläne, was in einem Beschluss festzulegen ist.
    Das wird mit der Unterzeichnung des Kirchenhaupts rechtgültig.

    Der jeweilige allgemeine Stellvertreter heftet die in jedem Jahr mit neuer laufender Nummerierung versehenen Beschlüsse ins Buch der Beschlüsse ab. Die Beschlüsse sind in dem bei der Beschlussfassung erstellten Protokoll zu erfassen. Zur Beschlussfähigkeit ist die Anwesenheit von mehr als die Hälfte der Mitglieder erforderlich. Sollte die im ursprünglichen Zeitpunkt abzuhaltende Sitzung beschlussunfähig sein, so ist die wegen Beschlussunfähigkeit wiederholte Sitzung in den ursprünglichen Tagesordnungspunkten unabhängig von der Anzahl der Anwesenden beschlussfähig. Auf diese Tatsache sind aber die Mitglieder in der Einladung aufmerksam zu machen. Wenn die wegen Beschlussunfähigkeit wiederholte Sitzung nicht am gleichen Tag wie die ursprüngliche Sitzung gehalten wird, so sind neue Einladungen an die Mitglieder zu senden, in dem sie wiederholt über die Folgen ihrer Abwesenheit gemahnt werden müssen.

Zu den gemeinsamen Aufgaben von Erzpriester, Priester und Kapläne gehören die Schaffung, Sicherung und Erhaltung der zur Funktion der Kirche erforderlichen Bedingungen. Von den hoch qualifizierten, die Glaubenssätze vollkommen kennenden Mitgliedern werden die Personen ausgewählt, die als Religionslehrer/ Missionäre tätigen werden.
Aufbau des Erzpriestertums:
– Erzpriester für Wirtschafts-, Anleitungs- und Direktionsaufgaben, der für die Nutzung und

Leitung der kirchlichen Immobilien, Erholungsheime (die Kirche bietet diese für Personen

als Dienstleistung an) verantwortlich ist,

– Erzpriester für die Vertretung der Kirche im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben,
– Erzpriester für das Organisieren des religiösen Lebens, für Bearbeitung und Verbreitung von

Veröffentlichungen,

– drei Erzpriester sind als religiöse Erzieher, Lehrer tätig und sie machen Gebettherapie in

Form von Dienstleistungen

– zwei Erzpriester sind für Gesundheit, Sport, und Jugenderziehung verantwortlich,
– zwei Erzpriester beschäftigen sich mit Naturheilkunde und Prävention, ferner

– zwei Erzpriester beschäftigen sich mit psychologischer und therapeutischer Betreuung.
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d./Klerus

Der Klerus besteht aus 72 Kirchenmitgliedern. Seine Aufgabe ist die Belehrung, Förderung und Verteidigung der Mitglieder der Kirche, die Bekanntmachung der Philosophie der Kirche für die dazu offenen Menschen. Die Mitglieder des Klerus werden unbefristet, auf Grund der Empfehlungen des Erzpriestertums aus dem Kreis der Kapläne von dem geistlichen Oberhaupt ernannt, der ebenfalls zu ihrer Entlastung berechtigt ist. Die Ernennung des Priesters erlischt mit dem Tod, mit der Aufhebung des Mitgliedschaftsverhältnisses, mit dem Rücktritt, oder dann wenn der Priester zum Erzpriester oder zum geistlichen Oberhaupt gewählt wird.

  1. / Kapläne
    Die Kapläne unterstützen die Arbeit des Klerus, aus dem Kreis seiner Mitglieder kommen die Mitglieder des Klerus. Die Mitglieder des Kaplanstandes werden unbefristet, aus dem Kreis der dafür geeigneten Kirchenmitglieder von dem geistlichen Oberhaupt ernannt, der ebenfalls zu ihrer Entlastung berechtigt ist. Die Ernennung eines Kaplans erlischt mit dem Tod, mit der Aufhebung des Mitgliedschaftsverhältnisses, mit seinem Rücktritt, oder dann wenn er zum Priester, zum Erzpriester oder zum geistlichen Leiter gewählt wird.
  1. / JüngerDie Jünger sind die Mitglieder der Kirche, die keine Kapläne, Priester, Erzpriester sind, bzw. der kein geistlicher Oberhaupt ist. Jeder kann Mitglied der Kirche werden, der die Bestimmungen der Satzung, die Dogmen der Kirche annimmt, und die Beitrittserklärung unterzeichnet.g. / Mönchsorden

    Die Kirche kann nach ihrer Gründung einen Mönchsorden ins Leben rufen. Über dessen Errichtung wird eine auch Funktionsregeln enthaltene Satzung angefertigt.

  1. / Erlöschen der Kirche:
    – mit der Erklärung ihrer eigenen Auflösung
    – mit der Fusion mit anderen Kirchen
    – mit Trennung
    – aus anderen im Gesetz nicht erwähnten Gründen                          VI. /
    Wirtschaftsführung der Kirche

    1 / Einnahmen der Kirche:Die Kirche hat ihre Einnahmen aus Spenden, Zuschüssen sowie aus Spenden und Unterstützungen von natürlichen Personen, die keine Mitglieder der Kirche sind, von juristische Personen und von Organisationen ohne Rechtspersönlichkeit. Jedes

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Kirchenmitglied kann die Funktionen der Kirche je nach seiner finanziellen Lage und nach seiner freien Entscheidung unterstützen.
3 / Das Vermögen, Wirtschaftführung und Vertretung der Kirche :
Das Vermögen der Kirche stammt in erster Linie aus Spenden und sonstigen Unterstützungen von natürlichen Personen, von juristischen Personen und von Organisationen ohne Rechtspersönlichkeit, bzw. aus den für die kirchlichen Dienstleistungen bezahlten Gebühren. Die Kirche kann Spenden sammeln.

Die Kirche kann wirtschaftliche unternehmerische Aktivitäten zur Schaffung von Bedingungen ausüben, die zur Realisierung der Ziele der Kirche erforderlich sind, sie kann gemäß Regeln für die gesellschaftlichen Organisationen Unternehmen gründen, ferner Wirtschaftsgesellschaften errichten, bzw. an solchen beteiligen.
Das Kirchenhaupt ist berechtigt, im Namen der Kirche Verträge abzuschließen, die Kirche bei ihrer Wirtschaftstätigkeit zu vertreten. Bei seiner Verhinderung ist sein allgemeiner Stellvertreter berechtigt, all diese Funktionen wahrzunehmen.

Die Kirche führt ihre Wirtschaftstätigkeit gemäß den jeweilig gültigen Rechtsregeln, sowie den Regeln der Kirche durch.

Ausschließlich das Kirchenhaupt hat das Recht, über das Hauptbankkonto der Kirche zu verfügen, bis auf den für seine Verhinderung ernannten allgemeinen Stellvertreter. In den sonstigen zum Erzpriestertum, zum Klerus gehörenden Einheiten, Institutionen, und Wirtschaftsorganisationen ist der jeweils ernannte Erzpriester, Priester berechtigt, das Bankkonto auf Grund der Ernennung und schriftlicher Genehmigung des Kirchenhaupts zu verwalten, wobei die Regeln der Geldverwaltung und der strengen Abrechnung einzuhalten sind.

Zur Realisierung der Tätigkeiten der Kirche:
– sammelt sie Spenden,
– nimmt sie Unterstützungen (von Einzelpersonen, von Unternehmen, vom Staat) an,
– bestimmt sie Gebühren für Dienstleistungen der Kirche,
– wirtschaftet sie mit ihren Einnahmen zu ihren Zwecken, legt sie ihr Geld an und übt

Geschäftstätigkeiten aus,
– übt sie Geschäftstätigkeit zur Realisierung ihrer gemeinnützigen Ziele, zur Deckung ihrer

Erhaltungs-, Funktions- und Verwaltungskosten aus,

– übernimmt sie religiöse Vormundschaft und Patronage (Unterstützung der Familie,

Betreuung von Ortschaften, usw.),
– ihr Vermögen ist unteilbar, beim Aufhören der Mitgliedschaft sind die Mitglieder zur

Rückerstattung nicht berechtigt.

VII. /
Glaubensbekenntnis

Die Grundlage des Glaubens ist die Erkennung der Existenz der Einheit im Gott, die

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Annahme des organisierendes Prinzips der Universalität “wie oben, so unten”, die Aufnahme des Prinzips „alles ist eins – eins ist alles, die Erkennung der Idee, dass das Ziel des Menschen in der Welt der Dualität die erneute Schaffung der transzendenten Einheit. Der Kontakt mit dem Gott ist individuell und persönlich, der kann nicht geregelt und nicht vorgeschrieben werden, jeder soll das selbst erleben und dafür kämpfen. Die von den bekannten Kirchen vorgeschriebenen Riten und Glaubenssätze vereinfachen sich notwendigerweise, und der auf geklärten und bestimmten Weise erreichbare Gott ist kein Gott mehr. Das Ziel der Kirche ist, ihren Mitgliedern durch die Lehren der Kirche auf immer höhere Ebene der Bewusstheit steigen zu helfen, ohne das Erleben des Glaubens mit verbindlich vorgeschriebenen Riten mechanisch zu machen. Das Ziel der Kirche ist deshalb der Dienst, so ist das Angehören einem höheren kirchlichen Stand mit immer mehr Verpflichtungen verbunden, und bedeutet die immer höheren Anforderungen gestellte Ebene des Dienstes. In den Lehren der Kirche stellen die Grundlagen die im Laufe der Geschichte der Menschheit auskristallisierten, aber in den einzelnen Religionen wegen der Erscheinung der Lokalität und des Spezifischen in längerer Zeit verzerrten Prinzipien und Erkenntnisse dar, und durch die Übergabe dieses Wissens sollen die Kirchenmitglieder mit seltsamer sich selbst erziehender Arbeit einen höheren Bewusstseinzustand erreichen und verstärken, um dadurch zu ihrem eigenen Zentrum näher kommen zu können, d. h. zu dem in sich verborgenen Gott. Die wichtigste Funktion der Kirche ist deshalb die auf individuelle und Gruppenebene durchgeführte Belehrung, die einerseits auf der Weitergabe der erkannten allgemeinen transzendenten Gesetzmäßigkeiten, anderseits auf der Weitergabe der persönlich erfahrenen Gotterlebnissen basiert. Das erfolgt in den wöchentlichen Schulungen der Kirche, die von den Mitgliedern des Erzpriestertums, des Klerus und von den Kaplänen geleitet werden. Dabei werden die in den Mitgliedern sich vollziehenden seelischen Prozesse quasi katalysiert, bedient und verstärkt, die dann bei persönlichen Besprechungen weitergeholfen werden.

Kurze Zusammenfassung der Glaubenssätze der Kirche, Glaubensbekenntnisse der Mitglieder:

  1. Wir glauben, dass das Ziel des menschlichen Lebens ist das Erreichen der Harmonie der Dreiheit von Körper-Seele-Geist, und dadurch die Vorbereitung bzw. das Erleben des Treffens mit höheren Welten, mit dem Gott.
  2. Wir glauben, dass der Mensch der Gegenwart vom vorgeschriebenen Weg seiner spirituellen Entwicklung abgewichen ist, zerrüttet dadurch die Harmonie der Dreiheit und folglich hervorrufen damit auf individueller Ebene verschiedene körperliche seelische und geistige Krankheiten und auf gesellschaftlicher Ebene – die gegen die Menschen oder gegen das Gleichgewicht der Natur gerichtete Formen der Gewalttätigkeit, sowie die sozialen Spannungen und die Verbreitung der Ideen und Verhaltungsformen, welche die Verneinung einer jenseits der unmittelbar erfahrenen materiellen Welt existierenden Wahrheit verkündigen.
  3. Wir glauben, dass diese auf individueller und gesellschaftlicher Ebene vorkommenden Dysfunktionen beseitigt werden können, und jeder Mensch auf den für ihn bestimmten spirituellen Weg zurückzuführen ist.
  4. Wir glauben, dass man von der Religion, als einem zur Erwachen eines höheren Bewusstseins erforderlichen Mittel und Methode, oder von den natürlichen Erscheinungsformen eines höheren Bewusstseinzustandes bei der Beseitigung dieser Dysfunktion nicht absehen kann.

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  1. Wir glauben, dass der im spirituellen Sinn gesunde und in der Harmonie der Dreiheit lebende Mensch fähig ist, positive Auswirkung auf sich selbst und auf seine Umwelt auszuüben, und dadurch das Ganze der physischen Welt besser und lebenswerter zu machen.
  2. Wir glauben, dass die über die physische Wirklichkeit hinaus reichenden spirituellen Kenntnisse auf Grund der oben erwähnten Erkenntnissen mit den Mitteln und Möglichkeiten der Kirche in immer weiteren Kreis bekannt zu machen, zu verbreiten sind, und dadurch die Wiederherstellung der Harmonie der körperlichen seelischen und geistigen Dreiheit für immer mehr Menschen erreichbar zu machen ist. Die obigen Glaubenssätze sollen bei den Zeremonien, Belehrungen und Reinigungen, welche von den zu der Kirche gehörenden Personen (Erzpriester, Priester, Kaplan), sowie mit den im alltäglichen Leben von den Kirchenmitgliedern gezeigten persönlichen Beispielen auszuüben sind.

VIII./

Verantwortungsregeln

Das Kirchenhaupt (der bei seiner Verhinderung vorgehende allgemeine Stellvertreter!) haftet für die absichtlich einem Dritten angerichteten Schaden, bzw. Schäden mit seinem ganzen Vermögen.

Die Verantwortung der Erzpriester erstreckt sich auf die im materiellen oder moralischen Sinn absichtlich angerichteten Schäden von den mit der Kirche in Beziehung stehenden Personen bzw. durch die Institutionen unter ihrer Leitung.


  1. Schlussbestimmungen

In den Fragen, die in der inhaltlich geänderten Satzung nicht geregelt sind, sind die Bestimmungen des Gesetzes Nr. IV. von 1990 und die des Zivilgesetzbuchs maßgebend.
Die Änderung Nr. 2 der Satzung, und diese Urkunde in einheitlicher Fassung – d. h. die Satzung wurde von der Mitgliederversammlung der Fény és Szeretet Szabad Kresztény Egyháza (Freie Christliche Kirche des Lichtes und der Liebe) mit ihrem Beschluss einstimmig gebilligt, und deren Bestimmungen treten von diesem Tag an in Kraft.

Debrecen. 11. Mai 2011